Alle Artikel mit dem Schlagwort: Rheinland

{die smf kolumne} Ein Nordlicht im rheinischen Karneval!

Wenn man – so wie ich – als norddeutsches Elbmädel ins Rheinland zieht, kommt ganz schön was auf einen zu. Das ist echt ein Kulturschock: zum Ende des Winters setzen die hier mal eben ein paar Tage die Pappnasen auf und alles ist anders. Beim Bäcker um die Ecke hängen bunte Ballons und Luftschlangen. Beim Metzger schallt schon früh um Acht Schunkelmusik über’n Tresen. Und wenn an der Supermarktkasse neben dir ein quietschgelber Minion noch schnell ein paar Berliner aufs Band wirft, weißt du: hoch die Hände … jetzt ist Karneval! 

Blogparade #sonntagsglück No. 37: Was ist Heimat?

Auf dem Rückweg aus dem Urlaub an der Ostsee bin ich zuhause vorbeigefahren. Ein kleiner Stop bei meinen Lieben, im Süden von Hamburg … direkt an der Elbe. Heimat! Kaffee & Kuchen bei meiner Mom, ein kleiner Spaziergang am Elbstrand – hab‘ ich ewig nicht gemacht – und dann noch mehr Zeit mit den Lieben da am Deich. Heimat ist schön! Aber was ist Heimat eigentlich genau? Meine Hamburger Heimat: direkt an der Elbe   Ist Heimat das wo du herkommst oder das wo du jetzt lebst? Ganz ehrlich: ich kann das gar nicht so genau beantworten. Das Gefühl zuhause zu sein, habe ich in Hamburg genauso wie  im Rheinland. Kann man vielleicht auch mehr als eine Heimat haben? Gibt es von Heimat eigentlich einen grammatisch korrekten Plural?!   Das Norddeutsche steckt mir im Blut. Die ehrliche, knappe – bisweilen einsilbige – Sprache finde ich einfach herrlich. Als ich im Urlaub an der Ostsee im Störtebeker nach dem Essen einen Kaffee bestellt habe, war die kurze Antwort: „Das dauert aber ’n büsch’n!“ Und weil ich ein paar …

#sonntagsglück: Eine Liebeserklärung ans Rheinland

Jetzt isses soweit: die Zeit ist reif für eine Liebeserklärung an meine zweite Heimat … das Rheinland. Seit Freitag weiß ich, dass ich schon weit mehr hier in den Westen gehöre, als ich dachte. Definitiv! Woran’s liegt? Ich war am Freitag aus … „up jück“ wie man hier sagt. Mit Freunden zu einem ganz besonderen Grillfest. Mit zwei genialen Bands und weiteren rund 2000 Gästen. Ich war bei Pape grillt in Wegberg-Beeck. Ziemlich auf’m platten Land im großen Innenhof einer schönen historischen Anlage: Haus Beeck. Alte Mauern, der Kirchturm in Sichtweite – angeleuchtet von der Abendsonne.     Seit drei Jahren veranstaltet Christian Pape da sein uriges Grillfest: mit Burger & Bier, angesagten Bands und einer Hammer-Stimmung! Und dieses Mal haben wir spontan von Freunden noch zwei Karten gekriegt. Live-Act auf der Bühne: die Räuber und Brings – beides angesagte Bands im rheinischen Karneval. Und ich glaube, nur im Rheinland kannst du an einem heißen Sommerabend bei 32 Grad mit ’nem erstklassigen Grillburger in der Hand in Reihe schunkeln. Ja, so iss dat: eine Stimmung wie an Karneval mitten in …

Maibaum setzen im Schaltjahr 2016: Mädels aufgepasst!

Das Setzen des Maibaums ist Männersache. Das war schon immer so. Aber in diesem Jahr ist alles anders … denn 2016 ist ein Schaltjahr. Und da heißt es: Mädels, aufgepasst! Wir dürfen uns für all die romantischen Aufmerksamkeiten zum 1. Mai endlich revanchieren. Im Schaltjahr geht’s nämlich auch mal andersrum … wir Frauen dürfen den Männern unseres Herzens einen Maibaum vor die Tür stellen. Du kennst die Sache mit dem Maibaum gar nicht? Dann kommst du bestimmt aus’m Norden, so wie ich

Mein erster Maibaum!

Ach, ist das schön … dieser erste Mai ist für mich ein ganz besonderer: Ich habe meinen allerersten Maibaum bekommen. Heute Morgen stand er da! Ein meterhoher Birkenzweig voll frischem Grün, geschmückt mit buntem Krepp. Soll ich ganz ehrlich sein? Ich stand im Pyjama auf der Straße und habe mich gefreut. Aber sowas von! Als nordisches Elbmädel kannte ich diesen romantischen Brauch nicht, bevor ich ins Rheinland gezogen bin. Der Maibaum unterm Fenster unserer neuen Nachbarin war eins der ersten Dinge, die ich am Morgen nach unserem Umzug gesehen habe. Für alle die diesen Brauch auch nicht kennen: in der Nacht zum 1. Mai setzt dir dein Lover, Freund oder heimlicher Verehrer einen Maibaum vor die Tür. Ist das romantisch, oder? Maibaum setzen: Romantik pur     Und ja: ich steh‘ auf Romantik. Nicht unbedingt auf die kitschige Variante, mehr so auf den alltagstauglichen Part … Wenn du zum Beispiel nach Roermond in Holland fährst und dein Liebster nach dem Einkauf auf dem Markt plötzlich mit einem Arm voller Rosen da steht. Romantik ist für mich auch ein Kaffee mit …

Ein Nordlicht im Rheinland: wie ein Minion im Karneval

Wenn man – so wie ich – als norddeutsches Elbmädel ins Rheinland zieht, kommt ganz schön was auf einen zu. Kulturschock, sag‘ ich mal: zum Ende des Winters setzen die hier mal eben ein paar Tage die Pappnasen auf und alles ist anders. Selbst beim Bäcker hängen bunte Ballons und Luftschlangen und gearbeitet wird einfach nicht. Ich hatte rund 15 Jahre Zeit, mich einzuarbeiten. Im ersten Jahr mit leichtem Befremden und mäßig kostümiert am Zug … aber das ist längst vorbei! Ich hab’s geschnallt: „Die Hände zum Himmel und et kütt wie et kütt. Loss mer fiere …“ Ich liebe den Straßenkarneval. Zwei bis drei Tage lang lässt man sich hier einfach mal treiben … steht mit Freunden am Straßenrand und singt. Trinkt sich einen. Einfach mal so. Gar nicht intellektuell, nur gut drauf! So, jetzt hab‘ ich keine Zeit mehr … d’r Zoch kütt!