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5 Fragen an David Münch @wheel_world_wide: eine Reise um die Welt – mit dem Fahrrad!

Das Interview 5 Fragen an: David Münch @wheel world wide – eine Reise um die Welt mit dem Fahrrad!

Heute kann ich euch mal wieder einen total außergewöhnlichen Menschen vorstellen … und das macht mich sehr glücklich. Herzlich Willkommen David Münch und allerbeste Grüße nach Osaka in Japan – von da aus hat David nämlich meine 5 Fragen an beantwortet. Der junge Mann aus Neuss ist unterwegs: er reist um die Welt – und zwar mit dem Fahrrad! Und seinem Zelt.

Das Interview 5 Fragen an: David Münch @wheel world wide – eine Reise um die Welt mit dem Fahrrad!

David Münch aus Neuss … hier im Iran. Seit Anfang 2019 mit dem Fahrrad unterwegs um die Welt. Lasst euch begeistern von seinen Geschichten!

Irgendwann kam mein Mann vom Arbeiten nach Hause und sagte: „Stell dir vor, einer meiner Kollegen geht jetzt auf Weltreise … mit dem Fahrrad!“ Das ist ungefähr ein Jahr her. Und seitdem fährt David Münch mit dem Fahrrad … und zwar überall: durch die Wüsten dieser Welt; quer durch den Iran, durch Turkmenistan und Kirgisien. Länder, in denen Fahrrad-Reisende nicht gerade zum Alltag gehören. Immer im Gepäck: sein Zelt!

 

Das Interview 5 Fragen an: David Münch @wheel world wide – eine Reise um die Welt mit dem Fahrrad!

Meterhohe Schneewände am Himalaya in Indien … wer fährt da schon mit dem Fahrrad durch? (Foto: David Münch)

David hat den Himalaya Pass überquert (einen der höchsten befahrbaren Pässe der Welt) und auf der Chinesischen Mauer übernachtet. Lest selbst, was er alles so erlebt hat! Und folgt ihm auf Instagram @wheel–world–wide … denn er ist noch weitere eineinhalb Jahre unterwegs.

lieber David, ich freue mich riesig über dieses Interview! Los geht’s …

Heute schon gepinnt?

 

1. 5 Sätze über David Münch @wheel_world_wide

Hallo, ich bin David, 34 Jahre alt und komme aus Neuss. Seid dem 1. Januar 2019 fahre ich mit meinem Fahrrad um die Welt. Um mir diese Reise zu finanzieren, habe ich 3 Jahre lang gespart. Ich hatte also viel Zeit mich für meine ca. 2,5 Jahre dauernde Reise vorzubereiten.

 

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David in Budapest, vor der Fischerbastei. Da war’s noch Winter. (Fozo: David Münch)

Ich freue mich viele Abenteuer zu erleben, wunderschöne Orte zu sehen, tolle Menschen kennenzulernen und viele leckere Gerichte aus aller Welt zu probieren. Ich sage auch immer gerne: “Ich war noch nicht überall, aber es steht auf meiner Liste.” (Zitat: Susan Sontag)

 

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An der Ostküste in Südkorea: Sonnenschein und ein Outdoor-Frühstück am Strand. (Foto: David Münch)

2. Mit dem Fahrrad einmal um die Welt – wie kommt da drauf?

2012 war ich ein halbes Jahr beruflich in Kanada. Als ich wieder zurück nach Deutschland kam, beschloss ich, mehr Sport zu machen und habe mir ein Fahrrad gekauft. Ein Auto habe ich seitdem nur noch sehr selten genutzt.

Nach einiger Zeit habe ich auch mit dem Rauchen aufgehört und als ein geplanter Urlaub mit Freunden nicht stattgefunden hatte, habe ich spontan entschlossen, eine Fahrradtour zu machen.

 

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Auf steinigen Wegen zwischen den Wüsten Dasht-e Lut und Dasht-e Kavir im Iran. Meilenweit nichts, außer Geröll. (Foto: David Münch)

Dann überlegte ich, was ein schönes Ziel sei und entschloss mich für das Mittelmeer in Südfrankreich. Ich habe mir ein kleines Zelt und einen leichten Schlafsack gekauft und dann ging es auch schon los. Das sah schon sehr abenteuerlich aus, wie ich alles an mein Mountainbike befestigt hatte.

Auf der Reise habe ich dann die Gastfreundschaft der Franzosen kennengelernt. Ich wurde am 14 Juli auf einem Dorffest eingeladen, als ich nichts mehr zu essen hatte und alle Läden geschlossen waren. Es gab Pizza, Käse und Wein. Einfach toll!

 

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Was für eine geniale Aussicht: kleine Pause auf den Kalksinterterrassen in Pamukkale, Türkei. (Foto: David Münch)

Weiter unterwegs, wurde mir oft Wasser angeboten und ich habe Tipps zum Zelten bekommen. Als ich nach über 1000 km und 8 Tagen über den letzten Hügel gefahren bin und das Mittelmeer sah, bekam ich am ganzen Körper Gänsehaut und wusste: Genau so muss ich um die Welt reisen! Wie schön wäre es, jetzt einfach weiter zu fahren.

3. Was war leichter als du es dir gedacht hast und was war schwieriger?

Aller Anfang ist schwer. Zu Beginn, waren meine Gedanken noch viel zu Hause und es hat etwas gedauert, bis ich mich ganz auf meine Reise eingelassen habe. Auch mit dem Equipment und dem Gewicht musste ich erst mal zurechtkommen. Mein Sattel war anfangs nicht richtig eingestellt und ich bekam deswegen auch noch ein dickes Knie. Aber dann lief alles fast reibungslos!

 

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Schnee in Indien? „Ich hab‘ einen Schneemann gebaut im Himalaya“ … wer kann das schon von sich sagen? (Foto: David Münch)

Die Visa – speziell für den Iran, Turkmenistan und China – waren einfacher zu bekommen als gedacht. Da hatte ich aber auch mehr Glück als andere Reisende, wie ich unterwegs erfahren hatte. Ein großes Dankeschön an meine Schwester, die mir von Deutschland aus bei den Visa sehr geholfen hat!

 

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So sieht’s aus, wenn man den Himalaya in Indien durchfährt. (Foto: David Münch)

Auch die Durchquerung durch Wüsten und durch das Himalaya waren einfacher, als ich mir das vorgestellt hatte. Ich hatte eigentlich mindestens einmal am Tag ein Dorf oder einige Häuser gefunden, bei denen ich mein Provinat auffüllen konnte oder Leute die mit dem Auto an mir vorbeifuhren, hielten an und haben mir Wasser oder zu essen gegeben.

4. Du bist jetzt seit einem Jahr unterwegs: welche Highlights gibt es?

Ein Sonnenuntergang bei den Sinterterrassen in Pamukkale, die Wüsten, Oasen und Wüstenstädte im Iran, eine Nacht neben dem seit fast 50 Jahren brennenden Krater in Turkmenistan zu schlafen, die wunderschöne grüne Gebirgslandschaft in Kirgistan, die atemberaubende Berge im Himalaya … da gibt es so viel.
Ganz besondere Highlights: zwei der höchsten 10 befahrbaren Pässe der Welt gemeistert zu haben, eine Übernachtung auf der chinesischen Mauer und einen Vulkan in Japan zu sehen … gerade dann, wenn er ausbricht. Was für ein Spektakel!

 

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„Das Tor zur Hölle“ – ein tiefer Krater im Herzen der Karakum-Wüste in Turkemnistan – lodert schon seit über 40 Jahren. Ich denke, die wenigsten Menschen schlagen hier ihr Zelt auf. David Münch schon. (Foto: David Münch)

 

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Mitten durch die grünen Hügel von Kirgistan … natürlich auch mit dem Fahrrad. (Foto: David Münch) 

 

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Auf der Chinesischen mauer zum Sonnenaufgang. Was kann besser sein? Ganz klar: wenn man schon die Nacht hier verbracht hat. Wie David das geschafft hat? Das muss ich ihn nochmal fragen! (Foto: David Münch)

 

Natürlich gab es auch Dutzende schöne Sonnenauf- und untergänge und wunderschöne Sternenhimmel, die immer ein Highlight waren.

 

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So geht Gastfreundschaft auf türkisch: David war spontan bei einer Familie eingeladen … einfach so. (Foto: David Münch)

Nicht zu vergessen: Die wunderbare Gastfreundschaft überall in der Welt, die tollen Menschen die ich unterwegs getroffen habe, mit denen ich auch teilweise ein Stück zusammen gereist bin und natürlich das mein Dad mich in Indien besucht hat.

5. Was macht dich glücklich?

Genau dass, was ich gerade mache. Ich gestalte mir den Tag so, wie ich es möchte. Wenn ich einen schönen Platz zum Zelten gefunden habe, frühstücke ich morgens einfach mal länger oder bleibe einfach den ganzen Tag dort.

Wenn ich mal ein paar Tage habe, an denen ich mal mehr Kilometer fahren muss, träume ich einfach vor mich hin. Das ist glaube ich, so ein bisschen wie zu meditieren.

 

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Zur richtigen zeit am richtigen Ort, mit Fahrrad & Zelt: der Ausbruch des Vulkans Sakurajima in Japan. Ein Lifetime-Augenblick! (Foto: David Münch)

Jeden Tag treffe ich nette Menschen, die mir freundlich zuwinken, mir Wasser für meine Reise geben oder mich sogar manchmal zum Essen einladen und mir einen Platz zum Schlafen anbieten. Nebenbei fotografiere und Filme ich sehr viel, was mir sehr viel Spaß macht.

Es ist auch ein schönes Gefühl zu wissen, dass die Familie und Freunde bei meinem Vorhaben hinter mir stehen und mich unterstützen. Dann ist da natürlich auch noch das Essen! Ich freue mich immer in jedem Land die Köstlichkeiten auszuprobieren und als Fahrradfahrer kann man nicht genug essen!

6. Die Extra-Frage im Dezember: wo feierst du Weihnachten?

Sehr wahrscheinlich in Tokio. Ich denke mal, dass ich in einem Hostel sein werde, ein paar kleine Geschenke kaufe und diese dort an die anderen Gäste verteile, damit ich mich ein bisschen wie zu Hause fühle 🙂 Das ist mein erstes Weihnachtsfest ohne meine Familie. Das wird bestimmt seltsam.

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Jubel im Iran: es ist das erste Mal über 20 Grad Celsius … seit Beginn der großen Reise! (Foto: David Münch)

Aber es gibt auch einen Grund zu Freude. Kurz nach Weihnachten kommen mich dort Freunde besuchen und wir werden zusammen ins neue Jahr feiern!

Du findest diese Geschichte genauso genial wie ich? Teil sie mit deinen Leuten auf Facebook, damit noch mehr Menschen dieser großartigen Reise folgen können! So sieht’s aus, wenn du den Beitrag teilst:

 

Das Interview 5 Fragen an: David Münch @wheel world wide – eine Reise um die Welt mit dem Fahrrad!

 

lieber David,

ich freue mich riesig, dass du mein Gast bist und die Interview Reihe 5 Fragen an mit deiner ungewöhnlichen Geschichte bereicherst. 1000 Dank dafür! Ich wünsch dir eine sichere Reise, immer ordentlich Luft auf den Reifen und viele freundliche Menschen am Wegesrand, die dir Wasser reichen, dich einladen oder dich ein Stückchen begleiten.

Teilen macht glücklich!

2 Kommentare

  1. Sehr toller und spannender Beitrag, den ich soeben verschlungen habe. Sehr inspirierend und wunderschöne Fotos!
    Liebe Grüße
    Julie

  2. Angelika sagt

    Hallo David,
    Dein Bericht liest sich wie ein spannendes Buch.?
    Toll, und die phantastischen Photos.?
    Weiterhin gute Reise ?
    Gott schütze Dich?
    LG Angelika

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