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Kolumne: ein Nordlicht im rheinischen Karneval!

Wenn man – so wie ich – als norddeutsches Elbmädel ins Rheinland zieht, kommt ganz schön was auf einen zu. Das ist echt ein Kulturschock: zum Ende des Winters setzen die hier mal eben ein paar Tage die Pappnasen auf und alles ist anders. Beim Bäcker um die Ecke hängen bunte Ballons und Luftschlangen. Beim Metzger schallt schon früh um Acht Schunkelmusik über’n Tresen. Und wenn an der Supermarktkasse neben dir ein quietschgelber Minion noch schnell ein paar Berliner aufs Band wirft, weißt du: hoch die Hände … jetzt ist Karneval! 

 

 

Ich hatte rund 17 Jahre Zeit, mich in die rheinische Karnevals-Kultur ‘reinzuarbeiten. Im ersten Jahr mit leichtem Befremden und mäßig kostümiert am Zug … aber das ist längst vorbei! Ich hab’s geschnallt: „Die Hände zum Himmel und et kütt wie et kütt. Loss mer fiere …“ Ich liebe den Straßenkarneval!

Hier im Rheinland legt man am Altweiber-Donnerstag gemeinschaftlich die Arbeit nieder. Drei bis vier Tage lang lässt man sich einfach mal treiben … steht mit Freunden und Minions und Einhörnern am Straßenrand und singt. Trinkt sich einen. Einfach mal so. Gar nicht intellektuell, nur gut drauf. Helau, Alaaf … und hoch die Hände!

Heute schon gepinnt? 

#Karneval – die Kolumne eines Nordlichts im Rheinland

 

Mittlerweile bin ich so gut dabei, dass ich das mit dem Singen und Schunkeln sogar im Hochsommer kann, wenn sich das gerade mal so ergibt … und auch sowas passiert hier in meiner neuen Heimat. Grund genug, dem Rheinland eine Liebeserklärung zu schreibenDa kannste sagen, watt de wills‘: Feiern können wir, wir Rheinländer!

So, jetzt hab‘ ich keine Zeit mehr … d’r Zoch kütt!

4 Kommentare

  1. Moin, moin, da hast du dich aber gut sozialisiert.

    Ich glaube, es kommt immer darauf an, mit welchen Menschen man verbandelt ist.
    Ich bin Rheinländerin, allerdings mit westfälischem Migrationshintergrund 😉 und habe mit Karneval seit zig Jahren nix mehr an der Mütze.
    Klar als Jugendliche oder in den ersten Jahren meines Erwachsenenalters bin ich auch feiern gegangen, aber hauptsächlich weil ich mit Leuten zusammen war, die eben auch feierten.

    Aber irgendwann ging mir das alles ziemlich auf die Nerven und ich beschloss, sicher befeuert durch mein Umfeld: Karneval, ohne mich.

    Klar in meinem Job als Erzieherin habe ich mich natürlich verkleidet und ich kann auch Stimmung machen, aber ich bin da nicht mit dem Herzen dabei.

    Aber ich bin da keineswegs missionarisch unterwegs. Jeder darf, keiner muss.

    Und der Rosenmontag ist für mich einfach ein zusätzlicher freier Tag, den ich gemütlich mit meinem Mann, auch absoluter Antikarnevalist, verbringe.
    Der arbeitet nämlich in Düsseldorf und selbst wenn er wollte, käme er Rosenmontag nicht zu seinem Arbeitsplatz.

    Aber Allen, die feiern wünsche ich viel Spaß und rufe Helau, Alaaf und Breetlok (das ist so eine Krefeld-Hülser Eigenheit)

    LG, Monika

    • liebe Monika,
      das gibt’s doch gar nicht … kein Karneval? Nee, aber mal im Ernst: ich kenne ganz viele, denen es so geht wie dir. Ich würde mal sagen, Holland ist eins der beliebtesten Reiseziele an Karneval – zumindest hier am Niederrhein. Ich hätte nie gedacht, dass ich mal so’ne Jeck werden würde, aber es macht einfach riesigen Spaß, wenn man mit den richtigen Leuten unterwegs ist. Ich freu‘ mich drauf! Dir wünsch‘ ich einen gemütlichen freien Tag mit dem Liebsten: macht es euch nett!
      herzlichst Katrin

  2. Ich bin begeistert! Nicht wegen des Karnevals an sich, da bin ich ja dann eher in Holland, aber weil du meinen Platz beim Zug im heimatlichen MG einnimmst! Grüß mir die Jecken mit einem lauten „Halt Pohl!“ und hab viel Spaß beim Feiern!
    Liebe Grüße, Moni

    • liebe Moni,
      am Montag im Zelt, am Dienstag auf’m Zoch! Ich vertrete dich würdig. Morgen düse iach aber erstmal nach Frankfurt zur Ambiente 2018 … die neuesten Trends aufschnappen und spannende Kontakte knüpfen. Mach’s dir nett & Danke für’s Reinlesen!
      herzlichst Katrin

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